|
Cross-Impact Bilanzanalyse | ||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Wolfgang Weimer-Jehle Zusammenfassung Die traditionelle Konsistenzanalyse ist eine vor allem im Unternehmensbereich weit verbreitete Methode zur Entwicklung von Szenarien. Sie zeichnet sich durch gute Verständlichkeit, einfache Durchführbarkeit und eine systematische Aufarbeitung der Interdependenz der Szenariofaktoren aus. Allerdings analysiert sie das Beziehungsgeflecht der Szenariofaktoren nur auf Basis von Koinzidenzbewertungen ("sind die Entwicklungen A und B miteinander verträglich?") ohne die Kausalbeziehungen zwischen den Faktoren zu betrachten ("fördert A die Entwicklung B oder hemmt sie diese?"). Dadurch gelingt es der Konsistenzanalyse nicht, Szenarien mit logischen Mängeln sicher auszufiltern und den Szenarioraum auf wenige, logisch stringente Szenarien einzuschränken. Der Aufsatz zeigt, dass die Cross-Impact Bilanzanalyse (CIB) hier Fortschritte ermöglicht. CIB kann als methodische Weiterentwicklung der Konsistenzanalyse zur Verwertung kausaler Informationen aufgefasst werden. Die Methode selektiert den Raum der möglichen Szenarien wesentlich strenger als die Konsistenzanalyse und führt in der Regel unmittelbar auf eine kleine Menge von Szenarien hoher logischer Qualität. Ein Projekteinsatz zum Thema der Internationalisierung von Innovationsprozessen wird als Beispiel beschrieben. Weimer-Jehle W. (2009): Szenarienentwicklung mit der Cross-Impact-Bilanzanalyse. In: Gausemeier J. (Hrsg.): Vorausschau und Technologieplanung. HNI-Verlagsschriftenreihe Bd. 265, Paderborn, 435-454. ISBN 978-3-939350-84-2 |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||