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Helmholtz-Allianz
"Zukünftige Infrastrukturen der Energieversorgung - Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit"



Die Transformation der Infrastruktur der Energieversorgung unter Aspekten nachhaltiger Entwicklung und eines beschleunigten Ausstiegs aus der Kernenergie stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Um diese Herausforderungen interdisziplinär zu bearbeiten, hat sich ZIRN von der Universität Stuttgart mit sieben weiteren Partnern in der neuen interdisziplinären Helmholtz-Allianz „Zukünftige Infrastrukturen der Energieversorgung“ zusammengeschlossen. An der Allianz sind folgende Forschungseinrichtungen beteiligt: die vier Helmholtz-Zentren Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Forschungszentrum Jülich, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Universitäten Stuttgart, Magdeburg und FU Berlin sowie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Die Koordination liegt beim KIT. Sprecher sind Prof. Ortwin Renn von der Universität Stuttgart und Professor Armin Grunwald, Direktor des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT. Die Helmholtz-Allianz verfügt über die fünf Jahre Laufzeit bis 2016 über ein Projektvolumen von 16,5 Millionen Euro.

Das wesentliche Ziel der Allianz besteht darin, die vielfältigen Schnittstellen zwischen technischen und sozialen Faktoren zu erforschen, die den Transformationsprozess hin zu neuen Energie-Infrastrukturen maßgeblich beeinflussen. Auf dieser Basis sollen dann Strategien entwickelt werden, wie der Transformationsprozess effizient und sozialverträglich ausgestaltet werden kann. Neben wissenschaftlicher Erkenntnis wird daher „Wissen zum Handeln“ entwickelt, welches, entsprechend dem Selbstverständnis der Allianz, aktiv in die gesellschaftlichen Debatten, in Stakeholder-Diskussionen und in die Politikberatung eingebracht werden soll. Die Allianz fühlt sich der Aufgabe verpflichtet, Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sachgerecht zu informieren und aktiv in die Forschungsarbeit einzubeziehen sowie gegenüber der breiten Öffentlichkeit zum besseren Verständnis der komplexen Zusammenhänge im Energiebereich beizutragen.


Die Entwicklung von Gesellschaftsszenarien
im Rahmen der Helmholtz-Allianz


Die angestrebte Transformation der Energieinfrastrukturen erfordert das Zusammenspiel des technologischen und des gesellschaftlichen Wandels quer durch alle Lebensbereiche. Hier interagieren technische Systeme zur Strom-, Wärme- und Kraftstoffversorgung mit dem Verbraucherverhalten in Haushalten, Wirtschaft und Verkehr, mit den politischen Rahmensetzungen und mit gesellschaftlichen Entwicklungen wie z.B. den demographischen Veränderungen, Lebensstilveränderungen und dem Wertewandel.

Dieses komplexe Zusammenspiel ist das zentrale Thema der Helmholtz-Allianz. Um es zu verstehen, und um Wege eines abgestimmten Wandels für den gesamten Komplex beschreiben und diskutieren zu können, werden im Rahmen der Helmholtz-Allianz „Integrierte Szenarien“ des Transformationsprozesses entwickelt. Mit den Szenarien sollen alternative Entwicklungspfade beschrieben und ihre Voraussetzungen erkennbar gemacht werden. Das Projekt „Integrierte Szenarien“ wird unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter Beteiligung des Forschungszentrums Jülich und ZIRN durchgeführt. Aufgabe von ZIRN in diesem Projekt ist die Entwicklung von Gesellschaftsszenarien, die die Unsicherheiten der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für den Transformationsprozess aufschlüsseln und in alternativen Gesellschaftsbildern bündeln.

Diese Gesellschaftsszenarien werden von ZIRN unter Verwendung der Cross-Impact Bilanzanalyse (CIB) als zentrale Szenariomethodik entwickelt und werden dazu dienen, die Umsetzbarkeit und die Stabilität der verschiedenen aus technologischer Perspektive denkbaren Pfade aus Sicht der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu hinterfragen.


Projektlaufzeit: 2011 - 2016

Projektbearbeitung ZIRN :

Dr. Wolfgang Weimer-Jehle
Hannah Kosow
Diana Gallego


⇒ Homepage Helmholtz-Allianz


Bildquelle: Helmholtz-Allianz

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